
Sóller ist mit ca. 14’000 Einwohnern die Hauptstadt des Bezirkes Tramuntana und dank seiner imposanten Kirche und seinem „roten Blitz“ sogar eine attraktive Ortschaft. Soller liegt 40 Meter über dem Meeresspiegel und ist auch im Winter, dank mildem Klima eine Reise wert.

Die Kirche „St. Bartholomäus“ stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert. Türkische Soldaten plünderten 1561 das Gotteshaus. Erst 1729 wurde dieses im romanisch-gotischen Stil erweitert und erneuert. 1912 liess „Joan Rubio i Bellver“ (Schüler von Gaudi) die Kirche wiederum neu, aber diesmal im Jugendstil erstrahlen. Ein einzigartiges Bild ergeben die in den Himmel ragenden Arkadenreihen und die zwei schlanken, spitzen Seitentürme. https://de.wikipedia.org/wiki/St.Bartholomäus(Sóller)

Zwei Engel, je einer auf einer Säule stehend flankieren das Eingangsportal.


Joan Rubió i Bellver liess die heutige Außenfassade in einem grossartigen und vielfältigen erstrahlen.

Besonders fällt die überdimensionale Fensterrosette in der Mitte der Fassade auf …

… und lässt das etwas dämmrig gehaltene Innere der Kirche, in einem gedämpften warmen Licht erscheinen.

Die Seitenaltare erscheinen etwas heller dank einem Oberfenster.


Beim Seiteneingang kann man noch die ursprünglichen barocken Festungsmauern aus dem 17. Jh. erkennen. Joan Rubió i Bellver hat diese, bei seinen Renovationsarbeiten im neugotischen Stil, teilweise stehen gelassen.

Die Hinterseite der Kirche zeigt sich nicht so spektakulär – eher schlicht.

Dieser Brunnen aus unserer Zeit steht auf der „Plaza de la Constitución“ direkt gegenüber der imposanten Pfarrkirche.

Unmittelbar neben der Kirche steht die heutige „Banco Santander“ im alten Kleid der ehemaligen „Banco de Sóller“. Dieses ehemalige Finanzinstitut wurde 1912 ebenfalls von „Joan Rubio i Bellver“, (Schüler von Antoni Gaudi) komplett neu restauriert.

Die Bank Soller fusionierte 1943 mit der Banco Hispano Americano. Heute residiert in diesem historischen Bankgebäude die „Bank Santander“ …

… und das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Nicht nur im Sóller – Tal, dem sogenannten Orangental, sondern auch vor der Kirche, im Zentrum der Stadt und deren Seitenstrassen gedeihen die weit herum berühmten Orangenbäume. Jeweils Ende April oder Anfang Mai wird hier im Ort und in der weiteren Umgebung die Orange als solche gross gefeiert.

Am Orangenfest, der „Fira de la Taronja“ verwandelt sich die Plaça Constitució dank zahlreichen und vielfältigen Markt- und Verpflegungsständen in eine grosse Feststube. Diverse Informationsstände berichten über den hiesigen Orangenanbau und deren Vertrieb.

https://www.fetasoller.com/de/mallorca-shop.php/produkte/orangen_und_zitronen

Das berühmte Sóllerbähli zirkuliert in dieser Formation zwischen Sóller-Centro und Port Sóller
://trendesoller.com/deu/trajekte/strassenbahn

https://trendesoller.com/deu/fahrplane.php?register_vars[ckAnalitica]=1



Diese blockierte Weiche könnte einem ins Grübeln bringen, denn sie könnte sinnbildlich für unsere eigenen Herausforderungen und/oder Blockaden stehen, wenn diese mit Ketten versehen, auch nicht einfach zu lösen sind.

Das Rathaus „Ajuntament de Sóller“ (1733) auf der Plaça Constitución wird uns diesbezüglich sicher auch nicht mit Rat und Tat beistehen können …



… ebenso wenig das feudale Hotel Sóller, mit seinen lockereren und entspannenden Annehmlichkeiten.

Evt. könnte das Museum Can Prunera, wo regelmässig Kunst-Ausstellungen über Picasso, Miro, Munch, Juan Gris usw. stattfinden, uns aus der inneren Verkrampfung herausholen.

Empfehlungswerter ist es tatsächlich, sich im gar nicht mal so weit entfernten Strand von Puerto de Sóller hinzusetzen, um entspannt diese wunderbare Aussicht einzufangen, dabei einmal mehr zu sich sagen: „Es isch wes isch!“
Mit Humor, Selbstironie, feinem Essen und etwas Wein kommt man eigentlich ganz gut durchs Leben!“
Zitat von unbekannt
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